Gartenpflanzen überwintern

Viele Pflanzen in unseren Gärten sind bei uns nicht heimisch und vertragen unsere Wintertemperaturen nicht, d. h. sie sind nicht winterhart. Kübelpflanzen müssen dann in ein Winterquartier ziehen, manche Freiland-Pflanzen brauchen einen Schutz vor dem Frost. Hier einige Grundregeln:

  • Ab August sollte nicht mehr gedüngt werden.
  • Ältere Pflanzen sind widerstandsfähiger als jüngere. Auch wenn man es gut meint: Räumt man Pflanzen zu früh im Herbst ein, schadet ihnen das mehr, als dass es ihnen nützt.
  • Exotische Pflanzen sind besonders empfindlich und müssen vor dem ersten Frost eingeräumt werden.
  • Grundsätzlich gilt für das Winterquartier: Je dunkler es ist, desto kühler muss es sein.
    Oleander, Margerite, Kamelie und Lorbeer z. B. mögen es im Winterquartier kühl und hell. Temperiert bis warm und hell sollte das Winterquartier für Bougainvillea, Roseneibisch, Schönmalve und Engelstrompete sein. Für die meisten Arten ist eine Temperatur zwischen 10 und 15 °C gut geeignet.
  • Treiben Pflanzen im Winterquartier mit hellen und sehr langen Trieben aus, sollte die Temperatur gesenkt und die Triebe gekürzt werden.
  • Vor dem Umzug ins Winterquartier können die Pflanzen kräftig beschnitten werden. Welke Blätter, Blüten, beschädigte Zweige usw. werden entfernt.
  • Zugluft vermeiden, bei milder Witterung das Winterquartier lüften und zurückhaltend mit lauwarmem Wasser gießen. Je weniger Grün eine Pflanze noch hat, desto geringer ist ihr Wasserbedarf. Bei zu kalter und zu nasser Erde kann die Pflanze absterben.
  • Treiben die Pflanzen zu früh aus, können die Triebspitzen gekürzt werden.
  • Pflanzen, die draußen überwintern, können mit Vliesen umhüllt werden. Droht ihnen Austrocknung durch ausbleibenden Regen, sollte man gießen, dabei aber beachten, dass gefrorene Erde kein Wasser aufnehmen kann und heißes Wasser der Pflanze schadet. Die Wintersonne kann den Pflanzen zusetzen, daher ist ggfs. eine Beschattung sinnvoll.